Die Mumie – Grabmal des Drachenkaisers

A New Evil Awakens.

Nachdem Ägyptens Mumien keine Herausforderung mehr darstellen, finden Evelyn und Rick O’Connell in China ein neues Betätigungsfeld.

Inhalt
China, 1946 – Alex O’Connell (Luke Ford) hat das College abgebrochen und betreibt zusammen mit Professor Wilson (David Calder) Feldforschung vorort. Sie haben das Grabmal des Drachenkaiser Han (Jet Li) entdeckt. Als sie auch dessen Sarkophag finden, ist die Sensation perfekt.

Alex‘ Eltern, die im Auftrag der britischen Regierung ein wertvolles Juwel nach China bringen sollen, treffen in Jonathan Carnahans (John Hannah) Lokal auf ihren feiernden Sohn. Nach anfänglicher Verärgerung über dessen Ungehorsam, drängt es Evelyn (Maria Bello) und Rick (Brendan Fraser) dennoch ins Museum, wo sie den Fund ihres Sohnes begutachten können.

Dort treffen sie auch auf Professor Wilson, dem sie das mitgebrachte Juwel übergeben sollen. Leider entpuppt sich Wilson als Verräter, der mit einem gewissen General Yang (Anthony Wong Chau-Sang) gemeinsame Sache macht.

Während die O’Connells in Schach gehalten werden, wird der uralte Kaiser zu neuem Leben erweckt. Aber um Unsterblichkeit zu erlangen, muss Han zuerst Shangri-La erreichen. Für die O’Connells Grund genug, wieder einmal auf Mumienjagd zu gehen…

Kritik
Zurzeit ist es wieder Mode in Hollywood, alte Kamellen aufzuwärmen. Fortsetzungen wohin das Auge blickt, sind an der Tagesordnung, angefangen bei Stirb langsam 4.0, Rocky Balboa und Rambo 4 über Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels bis hin zu diesem schlechten Machwerk filmischer Kunst.

Rob Cohen, der bereits in Van Helsing bewiesen hat, dass er mit einer derartigen Thematik reichlich überfordert ist, präsentiert uns einen lieblosen dritten Teil der Mumie. Atmosphäre und Witz der ersten beiden Teile fehlen fast gänzlich. Stattdessen liegt das Hauptaugenmerk auf zunehmender Action und Rasanz inmitten massenhafter CGI-Effekte. Die Geschichte um den Drachenkaiser selbst wird mehr oder minder hingeklatscht und weist nichts Mystisches oder Geheimnisvolles auf.

Selbst bei den Darstellern scheint der Film eher Pflicht als Engagement. Fraser ist zwar stets bemüht, den altbekannten Rick O’Connel zu geben, wird aber dabei fortwährend von einer schlecht spielenden Maria Bello behindert. Die Dame mag vielleicht in A History Of Violence gut gewesen sein, doch die Rolle der Evelyn passt so gar nicht zu ihr, ebenso wenig wie die Chemie zwischen ihr und Fraser. Während Weisz‘ Evelyn immer ein wenig tollpatschig und unsicher wirkte, verliert Bellos genau entgegengesetzte Darstellung einer mehr als selbstsicheren Evelyn zunehmend an Charme. Viel zu übertrieben und gekünstelt wirkt alles.

Selbst die Gewinnung zweier Größen wie Jet Li und Michelle Yeoh helfen dem Film nicht weiter. Beide bleiben trotz starker Bemühungen nur blasse Schatten ihrer selbst. Einzig Hannah zeigt gewohnte Kost. Daneben liefern auch die beiden Jungdarsteller Isabella Leong als Zi Juan und Luke Ford ein erfrischendes Spiel, das die Mumie etwas erträglicher macht.

Drei weitere Fortsetzungen hat das Franchising daher nicht verdient. Doch Maria Bello und Luke Ford haben bereits Verträge dafür unterzeichnet. Teil vier ist dann in Peru, denn Jonathan wartet dort bereits.

Fazit
Der neue Indiana Jones war enttäuschend, die neue Mumie ein Desaster.

 

 

Das Grabmal das Drachenkaisers
Blockbuster

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